Dieter Bromund
Metzgers Testament (Inselkrimi) (erschienen April 05 - Leda Verlag - 240 S - ISBN 3-934927-57-2 / 10,90 ) Ein reicher Mann
stirbt, und seine Angehörigen werden um das Vermögen
betrogen vom Sonnenkönig bis zum Dritten Reich zieht
sich der Kampf der Familie Metzger um das, was ihr
zusteht. Aber was hat Theobald Metzgers Testament, was
haben Ludwig der Vierzehnte, Kaiser Wilhelm II. und
Hitlers Angriffspläne mit dem Mann zu tun, der in
Bensersiel erhängt gefunden wird? |
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Anmerkung: Der Autor kann mit dieser Story keinen Blumentopf gewinnen und für den Verlag ist es eine wirkliche Schande, so ein Buch an Leser weiter zu geben. Von der verlagstechnischen Seite mangelt es an Lektorenarbeit. Von Fehlern der Rechtschreibung ganz zu schweigen, sind viele Szenen überhaupt nicht stimmig und hätten bei sorgfältiger Korrekturarbeit nachgebessert werden müssen. Der Autor hat mit diesem Buch seine komplette Ruhe und friedliche Ausstrahlung verloren. Der Text wirkt verfahren, Fäden bleiben in der Luft hängen und setzen plötzlich mit Text wieder ein, den der Leser bereits kennt. Die Story ist zu keinem Zeitpunkt überzeugend, die Protagonisten schleichen durch das Buch, nach dem Motto "Bitte nicht mich fragen". Eine Leiche die auf Seite 7 gefunden wird, bekommt auf Seite 116 das erstemal den Begriff "Mord" zugeordnet. In der Zwischenzeit ist nur Rätselraten angesagt, wieso, warum überhaupt ermittelt wird. Fazit: nicht empfehlenswert! Ich habe bereits 5 Bücher dieses Autors gelesen und die meisten kommen aus dem gleichen Verlag und war bislang von seinen Storys rund um See, Hafen und Schiffe immer sehr angetan. Nicht
nachvollziehbare Texte für den Leser: Auf
Seite 7 wird die Ankunft der "Robbe" gemeldet Auf
Seite 155 - letzter Absatz: Frau Dr. Lina Albers hat noch
Urlaub und will Kontakt nach Koblenz aufnehmen. In diesem Stil setzen sich die Fehler fort. zur
Geschichte: (02.05.05) ** |
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Kein
Schnaps für den Zaren (erschienen Juli 2003 - Leda Verlag - 240 S - ISBN 3-934927-38-6 / 9,90 ) Ein neues Puzzle für Skipper Heiko Husmanns, der diesmal auf Spiekeroog ermittelt: Immobilienmakler Müller aus Frankfurt liebt nicht nur Segelboote, sondern auch die Kunst. Ein Portrait von Zar Peter hat es ihm besonders angetan. Zwei russische Spezialisten stehlen es für ihn aus einem Museum. Jetzt hängt es in seinem Ferienhaus auf Spiekeroog. Aber die beiden Diebe haben noch andere Interessenten für das Bild. Der Versuch es wiederzuholen, endet tödlich. |
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Anmerkung: Ein Buch nicht nur für Segler und Liebhaber eines Sommerkrimis im Strandkorb. Wer gerne Krimis atemlos liest und sich mit einer Lösung nicht zufrieden gibt, ist hier genau richtig. Der Autor erzählt die Geschichte eines Gemäldes, dass bislang nur Aufmerksamkeit durch Diebstahl erfuhr, aber es wird auch gemordet für das Zarenporträt Peter I. - Zar von Russland. Die Welt ist noch in Ordnung. Helmut Maanens - Immobilienmakler aus Frankfurt - hat sich eine Yacht namens "Robbe" gekauft und möchte, dass der Skipper Heiko Husmanns diese von Holland nach Spiekeroog überführt. Man wird sich handelseinig und der Skipper - ehemals Kapitän, jetzt Skipper mit seiner Yacht "Opa Reimers" und tätig als Gutachter - nimmt seinen Freund Komrusch - ehemaliger Hafenmeister - an Bord. Nach 3 Tagen erreichen sie mit der Yacht den Hafen von Spiekeroog und werden von Heinrich Hellwege - Hafenmeister - auf den Liegeplatz 16 eingewiesen. Anna Kassner, die Haushälterin von Maanens steht am Steg und teilt ihnen mit, dass der Eigentümer erst in 2 Tagen kommen wird. Husmanns und Komrusch beschließen an Bord zu bleiben. Nichts ungewöhnliches. Am Abend ist das Ansegeln im Hafen von Spiekeroog - ein großes Fest, dass mehrere Vereine durchführen. Am nächsten Tag kommt die Leichenkutsche in den Hafen - ein betrunkener Russe ist verstorben und wird mit der Fähre zum Festland gebracht. - Endlich kommt auch Maanens und bringt seine Lebensgefährtin Charlotte Ommenbach - Malerin mit an Bord. Zu einer Segeltour kommt es nicht, aber am Abend sind Husmanns und Komrusch Gäste im Haus von Maanens. Frau Kassner serviert ein tolles Abendessen und der Hausherr lässt seine Gäste die Aussicht von seinem Arbeitszimmer bewundern. Dort hängt das Zarenporträt und die beiden erkundigen sich ausgiebig nach dem Bild. Maanens Vorfahren waren in Russland und kurz vor der Rückkehr zur Zeit der Wirtschaftskrise bekommt er das Bild geschenkt und bringt es nach Deutschland. Seitdem ist das Bild im Familienbesitz. Obwohl Maanens mit dem Skipper zum segeln verabredet ist, erscheint am nächsten Tag nur Frau Kassner. In der Villa in Frankfurt/Buchholz wurde eingebrochen. Den Törn nach Helgoland unternehmen sie mit Frau Kassner und erfahren, dass Frau Ommenbach seit 2 Jahren die Lebensgefährtin ist und eine Kopie des Bildes anfertigt. Davor war er liiert mit Sabine Benz. Bei der Rückankunft war jemand im Haus von Maanens auf Spiekeroog. Die Kopie des Bildes steht im Wohnzimmer. Weitere Ereignisse bringen Husmanns und Kumrusch mächtig ins Grübeln. Warum war Sabine Benz auf Spiekeroog? Wer war der Begleiter? Und warum schickt Anna Kassner die Kopie des Bildes per Kurier nach Frankfurt? Der Autor lässt die Geschichte um das Bild mit einer Lösung enden - und die privaten Ermittler wollen schon wieder ihren regulären Tätigkeiten nachgehen, als ein Mord geschieht. Sehr gut gemacht, logisch aufgebaut und wunderbar zu lesen. (26.07.03) **** |
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Die
Heiligen des Störtebeker (Kinderkrimi 9-14 Jahre) (erschienen Juli 2003 - Leda Verlag - 170 S - ISBN 3934927378 / 7,50 Euro) Nina ist enttäuscht: Einen geruhsamen Segeltörn mit der Störtebeker hat Onkel Ulyx ihr versprochen. Doch es kommt ganz anders. Im Hafen von Norddeich muss die Zwölfjährige erst lange auf den Onkel warten. Dann eröffnet er ihr, dass sein Freund Cornelis auf seiner Liekedeeler mit nach Holland segeln will. Noch schlimmer: An Bord sind Piet und Johannes, die in einem Erziehungsheim leben. Auch die Jungen sind nicht begeistert von der Reisegefährtin aus Frankfurt. Als Nina beim Besuch der Kirche von Esens den Diebstahl einer wertvollen Heiligenfigur entdeckt, ist es mit dem ruhigen Urlaub endgültig vorbei, noch ehe er richtig begonnen hat. Statt nach Holland zu segeln, bekommen die Urlauber es mit der Polizei zu tun. Schließlich sind Piet und Johannes Heimkinder, denen ist auch ein Diebstahl zuzutrauen oder? (15.10.03) |
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Anmerkung: Welches Kind träumt nicht von solchen Ferien. Mit dem Onkel einen Segeltörn nach Holland - ohne Eltern und lästigen Bruder. Für eine 12jährige ein richtiges Abenteuer. Leider fehlt es dem Buch ein bisschen an Spannung. Die Geschichte wird sehr ruhig erzählt. Gefallen hat mir die Geschichte von Klaus Störtebeker und das der Autor in dem Onkel Ulyx eine Person geschaffen hat, die sehr ruhig und ausgeglichen ist. Nina ist nun endlich in Norddeich am Hafen. Die Bahnfahrt war lang - der Proviant ist vertilgt. Wer nicht da ist? Der Onkel Ulyx. Sie geht zum Hafen hinüber, kann aber sein Schiff nicht erkennen. Endlich! Mit einer alten Ente kommt ihr Onkel und Nina ist enttäuscht. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass die "Störtebeker" immer noch in Bensersiel liegt. Aber am nächsten Tag soll es losgehen. Gemeinsam mit seinem Freund Cornelis, den beiden Jungen Piet und Johannes und der "Liekedeeler". Mit 2 Schiffen wollen sie nach Holland segeln. Eine weitere Enttäuschung für Nina. Am nächsten morgen um 6.00 Uhr hört Nina, wie die "Liekedeeler" trotz schlechtem Wetter aus Bensersiel fortsegelt. Auch Ulyx ist ein bißchen irritiert - aber da es noch kein Segelwetter ist - gehen die beiden "die Heiligen des Störtebekers" besuchen. In 3 Kirchen an Land und in der Kirche auf Spiekeroog befinden sich die Figuren. In der Kirche in Esens machen die beiden eine merkwürdige Entdeckung. Die Figur ist nicht mehr aus Bronze, sondern aus Gips. In den Kirchen in Westeraccum und Norden das Gleiche. Wurde das aus Sicherheitsgründen gemacht? In Norden sprechen sie mit Pastor Voltmann und der ist geschockt. Ein Anruf in den anderen Kirchen bestätigt den Verdacht. Die Figuren wurden ausgetauscht. Die Polizei wird eingeschaltet. Kommissar Thie nimmt die Ermittlungen auf. Obwohl Nina geglaubt hat, dass damit die Geschichte für sie erledigt ist - ist sie bald schon mit Ulyx auf den Spuren der Heiligen... (27.10.03) *** |
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Die Frau
in der Brandung (erschienen Januar 2002 - Leda Verlag - 96 S - ISBN 3934927254 / 4,90 Euro) Die Tote lag gerade außerhalb der Reichweite der auslaufenden Wellen. Sie trug grellrotes Ölzeug. Er hatte sie im Wehen des Sandes für eine vertriebene Netzboje gehalten und war nicht sofort zu ihr gelaufen. Sie lag auf dem Bauch, beide Arme locker nach vorn gerichtet, so als sei sie nach dem Schwimmen am Strand eingeschlafen. (15.10.03) |
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Anmerkung: Ein kleiner Krimi zwischen Nordsee, Wellen und der Insel Langeoog. Eigentlich wollte Claus Dietrich Becker mit dem Skipper Husmanns einen kleinen Törn auf der "Opa Reimer" machen, aber eine Havarie verhinderte dieses. Somit quartiert er sich im Hotel "Inselkrone" ein und am nächsten morgen beim Jogging findet er die Leiche von Julia Zurkrone. Seiner Jugendliebe. Kommissar Heinz Ellmann schließt die Ermittlungen ab. Ein Unfall. Julia war während eines Sturms über Bord gegangen und ihre Schwimmweste blähte sich nicht auf. Materialfehler. Claus Dietrich Becker kann und will sich mit dieser Lösung nicht zufrieden geben und ermittelt auf eigene Faust. Er sucht nach Motiven und nach Mördern. Dabei kommen ihm Jackschtat, Stephanie, Patrick, aber auch der Ehemann Arnold sehr merkwürdig vor. Kommissar Ellmann will nichts hören... Unfall!! Aber Husmanns kommen auch Zweifel... (20.10.03) *** |
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Die
wandernden Sände (Inselkrimi) (erschienen Jan. 02 - Leda Verlag - 216 S - ISBN 3934927157 / 10,00 Euro) Lüke Buhsboom lebt seit Jahrzehnten zurückgezogen auf Langeoog. Nach dem mysteriösen Tod des Sonderlings forscht Segler Heiko Husmanns auf der Nordseeinsel nach den Gründen. Angeblich wusste Buhsboom von einem Schatz, der unter den tückischen Sandbänken verborgen ist. Die wandernden Sänge von Langeoog verändern sich mit jeder Sturmflut. Aber bergen sie wirklich Reichtümer? |
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Anmerkung: Dieser Krimi sollte bevorzugt werden von Lesern, die den ruhigen Krimi von Küste und Inseln lieben. Das Buch enthält nicht die große Action, aber der Autor erzählt solide, leicht verständlich und auch spannend seine Geschichte. Seine Hauptfiguren (Husmanns und Komrusch) sind gut in Szene gesetzt worden, und in der Figur von Lisbeth kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Bensersiel - Es ist Herbst geworden. Die Opa Reimers liegt im Trockendock und Kapitän Husmanns will den Herbst und Winter in seinem Haus vor dem Kamin genießen. Sein Funkgerät hat er mitgenommen um es zu überprüfen. An einem Samstagabend kommt er auf diese Weise mit Herbst Gollmar aus der Nähe von Darmstadt in Kontakt. Dieser hat auch sofort eine Bitte an ihn, was dem Kapitän gar nicht behagt. Trotzdem lässt er sich darauf ein und fährt auch bei schlechtem Wetter zum Funkpartner von Gollmar. Lüke Buhsboom lebt in einer Baracke am Ostende von Langeoog. Bei seinem Besuch erfährt er lediglich, dass Buhsboom krank ist. Diese Mitteilung gibt er weiter an den Funkpartner und legt wieder die Beine hoch. - Ein Anruf mitten in der Nacht stört erneut die Ruhe. Der Inselarzt Dr. Tränapp unterrichtet ihn vom Tod des Lüke Bohsboom. Kapitän Husmanns ist irritiert und legt auf. Am nächsten Tag wird die Leiche zur Autopsie gebracht nach Aurich. 2 verschiedene Medikamente wurden gefunden, darunter ein Medikament aus einer Testreihe. Was war die Todesursache. Kapitän Husmanns, aber auch Komrusch, Wiard und Lisbeth sind neugierig geworden und so nimmt er sich dieses "Falles" an. Wiard erzählt von einem Schnellboot, dass 1945 vor Langeoog gesunken ist. Damals gab es einen Überlebenden und das Gerücht macht die Runde vom "Schatz". Und dicht bei wohnte seit dem Zeitpunkt Buhsboom. Zufall? Seine Wege führen ihn nach Norden, ins Inselmuseum und zur Marine. Ein weiter Weg, aber Beharrlichkeit zahlt sich aus, denn er findet eine Spur... vom Boot S 117 und vom Medikament K... Viel Spaß beim lesen! (24.02.04) **** |
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Mord ist
nichts für feine Nasen (Frankfurt/Main) (erschienen Februar 88 - Goldmann Verlag - 158 S - ISBN 3442050448) Der Reporter Gerd Vollmers entdeckt in der Villa, in der seine Freundin Ute Rohlfing eine Wohnung hat, die Leiche der Hausbesitzerin. Spuren weisen auf einen nächtlichen Besucher hin, der aber ebenso verschwunden ist wie Ute. Gerd macht sich auf die Suche, um seine Freundin wiederzufinden, die ihm möglicherweise Hinweise auf den Täter geben kann. Gerd Vollmers Recherchen führen zu einem riesigen Cocain-Ring... |
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Anmerkung: Ein Buch, das ich schon fast im Raritätenkabinett gefunden habe. Die Geschichte ist einfach und leicht zu lesen. Ist im Anfangsbereich viel spannender, als in den letzten zwei Dritteln. Falls der Leser einen tiefen Einblick in das Frankfurter Milieu und die dortige Drogenszene erwartet, so wird er sehr enttäuscht sein. Die Story spielt sich hauptsächlich im Bereich der Schönen und Reichen ab und gibt auch dort nur wenige Einblicke frei. Gerd Vollmers, Reporter des Frankfurter Echo trifft in der Villa von Frau Ehlcke ein. Seine Freundin, die freie Fotografin Ute Rohlfing hat dort eine Wohnung. Bei seiner Ankunft stehen die Haustür und die Terrassentür offen. Vor der Treppe liegt die tote Besitzerin der Villa. Sofort verständigt er die Polizei und die tritt in Erscheinung durch Hauptkommissar Piet Meurer. Aber der sieht keinen Mord, sondern lediglich einen Unfall und verschwindet wieder. Zurück bleibt ein Gerd der viele Fragen hat und noch immer seine Ute sucht. Kurze Zeit später taucht in der Villa der Ex-Mann, Dr. Detlef Ehlcke auf und scheint fassungslos zu sein. Gerd sucht das ganze Wochenende. Spricht mit Hannes dem Besitzer ihrer Stammkneipe "Lampe" und mit Peter Batz, der Ute zuletzt an der Praxis von Dr. Ehlcke sah. Im Golfclub spricht er den Polizeireporter Claus Granner an und der fragt seine Verbindungen ab. Aber nichts Neues über Ute. - Am Montag im "Echo" geht sein erster Weg zu Astrid Bohle, die das Zeitungsarchive unter sich hat und erhält von ihr Informationen zu Dr. Ehlcke. Mit Utes Handschrift taucht ein Brief im "Echo" auf, der eine Filmrolle enthält. Auf den Bildern befinden sich 12 Personen die nacheinander die Praxis von Dr. Ehlcke betreten. Warum hat Ute diese Fotos gemacht? Wer war der Auftraggeber? Und wo ist Ute... diese und noch ein paar mehr muss Gerd lösen... 20.12.03) *** |
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Lothar Ruske (Hg.) | Tatorte Hessen Kulinarich | Okt. 06 | Sociäts Verlag | Buchschlaeger Grünkohl | *** |
Mischa Bach/Ina Coelen | Brillante Morde | Dez. 04 | Leporello Verlag | Die Geschichte des
Alan Maclead von Port of Ness auf Lewis in Schottland |
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Karl-Michael Stöppler(Hg.) | Tatorte Hessen | Sept. 04 | Socitäts Verlag | Endstation Mord | **** |
© Friedrich Sulzer