Klaus Ulrich Bünger

Lügen, Gold und Sterne
(Okt. 11 - Principal Verlag - 296 S. - ISBN-13: 978-3899691238 / 10,00 €)

Seiner Bekannten Babsi zuliebe zieht Henko in einen teilweise fertiggestellten Bürokomplex, um dort seine Detektei von einem Musterbüro aus zu führen. Neue Kundschaft und Aufgaben lassen nicht lange auf sich warten, und so schlittert er schnell in eine Szene, die sich rund um das Baugeschäft dreht: Manipulationen bei der Auftragsvergabe unter Mithilfe korrupter Banker, Mädchenhandel und Prostitution.

Bei seinen Recherchen stößt Henko auf dubiose Machenschaften schwerreicher Bauunternehmer. Die Wiederbeschaffung einer größeren Summe Schwarzgeld im Auftrag eines undurchsichtigen Klienten gerät zu einer ausufernden, lebensgefährlichen Jagd.

  Anmerkung:
Autor Klaus Ulrich Bünger hat einen weiteren Henko-Krimi geschrieben, der allerdings wenig Neuorientierung bringt, sondern weiterhin seinen Hauptprotagonisten als Chaot darstellt, der mit wenig Grips dennoch ein Ergebnis erzielt. Zum größten Teil ist der Plot für den Leser nachvollziehbar, allerdings die Ereignisse um einen Goldkoffer sind doch etwas nebulös und wollen nicht so recht in den Plot passen. Sicher ist: Mit Henko ist der Leser in Bewegung und begibt sich an viele Orte in München und um München.

Henko bekommt durch seine Freundin Babs, Maklerin ein feudales Büro in einem Neubau und soll sich gleichzeitig um Kunden der Firma kümmern und seine eigene Firma aufbauen. Da naht schon der erste Kunde und Henkos Auftrag lautet die Wiederbeschaffung von gestohlenem Schwarzgeld. Doch wo soll er mit der Suche beginnen und welche Personen spielen eine Rolle. Durch seine eigene Beobachtung kommen ihm so manche nächtliche Ereignisse auf der Baustelle merkwürdig vor und schon bald kommen die ersten Angriffe auf ihn. Da ist es gut, dass man Freunde hat. Doch auch sein neuer Klient stellt sich nicht als koscher heraus und immer mehr beginnt die Fassade um das Schwarzgeld zu bröckeln. Doch warum will ein großer Bauunternehmer ihm trotzdem das Schwarzgeld übergeben?

Fazit: Es ist nicht alles Gold was glänzt. Auch in diesem Krimi nicht. Sicher etwas für Müncher.

(16.04.12) ***+

   
Henko: Schäfermatt (Bayern)
(Juni 08 - Wittaverlag - 136 S- ISBN 978 3939334040 / 11,40 €)

Henko, Mitte Vierzig, ist auf der Suche nach einer Bleibe, einer Heimat und einem neuen Job. Unterwegs wird ihm in Berlin zunächst übel mitgespielt, bis der Zufall den Abenteurer und Selbstsucher Henko ins bayrische Hinterland verschlägt. Hier wird er (anfangs unfreiwillig) zum Detektiv, wobei er sich mit störrischen Pferden und Frauen, plötzlich entführten Schafen und einem allzu gewitzten Vertreter auseinandersetzen muss.

  Anmerkung:
Vom ersten Moment an spricht der Autor Klaus Ulrich Bünger in rätseln. Episoden werden lang und verworren erzählt, so dass der Leser nur von Ahnungen und Vermutungen lebt. Die Thematik des Buches schwankt hin und her und der Hauptprotagonist gehört eher ins Reich der Träumer. Wesentlich besser besetzt hat der Autor die weibliche Rolle in seinem Plot, die aber bei vielen Ereignissen einfach zu kurz kommt. Am Ende des Buches gibt es eine Lösung, die sich zu den Ereignissen Märchenhaft anhört.
Fazit: Klarere Aussagen und Handlungen hätten dem Buch geholfen.

zur Geschichte:
Henko trennt sich von seiner Freundin und reist zu einem Vorstellungsgespräch nach Berlin. Am Morgen wacht er auf mit einem Hakenkreuz auf dem Kopf und hat keine Erinnerung wo er in Berlin versackt ist. Auf der Rückfahrt nach Bayern steigt er einfach irgendwo aus und möchte über sein Leben nachdenken. In einem Gasthof lernt er Angelika kennen, die einen Pferdehof betreibt und ein paar Schafe hat. Er findet bei ihr Unterkunft und hilft auf dem Hof mit. In seiner ersten Nach hört er Geräusche, kann diese aber nicht zuordnen. Am Tag danach sind die Schafe ausgetauscht. Warum? Da eines der Pferde zum Tierarzt muss, nehmen sie ein Schaf mit, um festzustellen ob die Herde erkrankt ist. Nur wenig später werden die Schafe erneut ausgetauscht und diesmal bekommt Henko einen Schlag auf den Kopf. Und jetzt will er erst recht hinter das Geheimnis kommen, besonders interessiert ihn ein leerstehendes Gehöft, auf dem sich immer mal wieder Bewegung zeigt...

(05.02.09) **

   
   
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© Friedrich Sulzer