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Lilly & Paul - Hexenerbschaft (Friesland, rund um Husum) (Juli 13 - Candela Verlag - 248 S. - ISBN 978-3942635004 / 12,90 €) Lilly kann ihr Glück kaum fassen: Von einer Unbekannten erbt sie ein beautes Grundstück in einem kleinen nordfriesischen Ort, direkt "hinterm Deich". Doch vor Ort stellt sich heraus, die Verstorbene war eine veritable Hexe und anscheinend verstrickt in Jahrzehnte zurückreichende Verbrechen. Dann erscheint auch noch ein undurchsichtiger Miterbe aus den Vereinigten Staaten. Pauls Verhältnis zu der Toten bleibt unklar, doch er beanspruch die Hälfte des Erbes. Dann geschieht der erste Mord. Lilly und Paul werden hineingezogen in einen Krieg zwischen den Bewohnern des Ortes, der seit Jahrzehnten unter der idyllischen Oberfläche tobt. Verdächtigt, bedroht, angeschossen - den beiden wird klar, dass sie selbst aktiv werden müssen, um wenigstens das nackte Leben zu retten. Also ermitteln sie auf eigene Faust. Als Lilly von einem Perversen gekidnappt wird, gerät die Situation außer Kontrolle. |
Die
Autoren haben einen Plot entwickelt, der sich nur auf zwei
Hauptpersonen bezieht und umschichtig erzählt einmal Paul die
Ereignisse aus seiner Sicht und einmal Lilly. Hilfreich sind den Beiden
nur ein Anwalt und ein Makler. Andere Menschen meiden sie, bedauern
sie, ja schießen sogar auf die Erben des Hexenhauses. Doch es
dauert lange, bis sich Paul und Lilly die Ereignisse erschließen,
denn sie sind ja Fremde, kannten die Erblasserin nicht. Die
Vergangenheit aus der SS-Zeit greift nach den Protagonisten, denn auch
in der Zukunft sollen die Geheimnisse Geheimnisse bleiben. Deshalb ist
es wichtig, dass die Erben verkaufen. Doch die begeben sich lieber in
Gefahr, scheuen das Gefängnis nicht und treffen sich mit dubiosen
Gestalten. Das Buch ist gelungen, weil es sich von anderen Krimis abhebt und für den Leser durch die Zweiteilung interessant und spannend wird. (03.11.13) ****+ |