Reiner Welters
Dahin wie fallendes Laub (Mönchengladbach) (April 11 - Schardt Verlag - 280 S. - ISBN-13: 978-3898415903 / 12,80 ) Der Mineraloge Martin Frank macht 1970 erneut Urlaub in seiner Heimat Rheindalen bei Mönchengladbach. War sein letzter Besuch dort vom Fund einer Leiche an den Bahngleisen bei Ellinghoven überschattet, hofft er nun auf ein wenig Erholung. Doch er hat sich zu früh gefreut. Während einer seiner geliebten Wandertouren hört er Schüsse aus dem Hardter Wald und begegnet kurz darauf einem verdächtigen Radfahrer. Als er nachsieht, woher die Schüsse kamen, findet er erneut einen Toten. Wie auch zwei Jahre zuvor unterstützt Martin seinen Jugendfreund, Kommissar Robert Meister, und die Polizei auf seine nachdenkliche Weise. Meisters Ermittlungen führen derweil in die Welt der Immobilienhändler und der Gastronomie. Dort häufen sich Rivalitäten zwischen deutschen und ausländischen Gastwirten, auch die Mafia hat sich in diese Kreise eingeschlichen. Meister kommt einem Schutzgelderpresserring gefährlich nahe. Doch auch Martin Frank droht Gefahr, als ihm einfällt, an wen ihn der Radfahrer erinnert. Beim Herbstball, einem beliebten gesellschaftlichen Ereignis in Mönchengladbach, kommt es zum Showdown ... |
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Anmerkung: Autor Reiner Welters bleibt Mönchengladbach und seinen bereits bekannten Ermittlern treu. Zurück geht es in die 70er Jahre, wo nach einem Verbrechen im Wald noch dringend ein Telefon gesucht werden musste, die Beamten sich per Funk im Auto unterhielten und der Kugelporsche ein Einsatzfahrzeug der Polizei war. Es kommt Nostalgie auf, wenn man diesen charmanten Kriminalkrimi liest. Prof. Dr. Martin Frank aus Heidelberg verbringt im Herbst ein paar Tage mit Ehefrau und Tochter bei der Schwiegermutter. Hier fröhnt er seinem liebsten Hobby: wandern in der Umgebung seiner alten Heimat. Zwei Schüsse schrecken ihn auf, es erfolgt ein Schrei und ein Fahrzeug wird gestartet. Sofort begibt es sich in die Richtung der Ereignisse und findet eine Leiche. Im nahe gelegenen Lokal kann er telefonieren und verständigt seinen Freund Kommissar Robert Meister. Das Opfer ist der bekannte Makler Otfried Lauter und am Tatort haben sich mehr Leute aufgehalten als man vermuten könnte. Doch die Spurensicherung leistet ganze Arbeit und schon bald kommen die ersten Verdächtigen zum Vorschein. Eine weitere Maklerin, eine Journalistin und ein Radfahrer. Doch so einfach scheint der Fall nicht zu liegen. Auch die Mafia mit Schutzgelderpressungen spielt eine Rolle. Robert Meister setzt alle Hebel in Bewegung. Fazit: klassischer Krimi mit viel Energie. Empfehlenswert! (09.07.11) **** |
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Tödlich
war die Maiennacht (Mönchengladbach) (Mai 09 - Schardt Verlag - 232 S. - ISBN 978 3898414609 / 12,80 ) In einer Nacht im Mai 1968 macht der Mineraloge Martin Frank an den Bahngleisen bei Ellinghoven eine grausige Entdeckung - er stolpert über eine männliche Leiche. Was zunächst nach Selbstmord aussieht, entpuppt sich als raffiniert durchgeführter Mord. Doch warum musste der Mann sterben, und wer ist der Mörder? - Kommissar Robert Meister, ein Jugendfreund von Martin Frank, beginnt mit seiner Hilfe zu ermitteln. Bald führen die Spuren nicht nur ins zwielichtige Drogenmilieu, sondern auch in die Kreise der alteingesessenen Bauern der ortsnahen Dörfer und städtischen Randbezirke. Und sie führen in die oftmals dunkle Vergangenheit der Dorfbewohner, wo das Motiv für den Mord zu liegen scheint. Je enger sich das Netz um die Verdächtigen spannt, desto gefährlicher wird die Situation auch für Martin Frank und Robert Meister... |
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Anmerkung: Autor Reiner Welters erzählt dem Leser eine leicht verständliche Geschichte, die fließend erzählt wird aus der sechziger Jahren. Vieles ist noch im Aufbau und ein Auto noch nicht für jeden alltäglich. Gerade die Landbevölkerung ist eine verschworene Gemeinschaft. Da haben es Ermittler schwer einen Mordfall zu lösen. In manchen Teilen ist der Autor zu lang geraten und oftmals hat man das Gefühl, dass der Autor sehr fantasievoll ist. (Selbstbefreiung eines 5-jährigen). Fazit: Ein ruhige Mörderjagd. Durchaus lesenswert! zur Geschichte: (25.09.09) *** |
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© Friedrich Sulzer